So klingen die Minimusiker

Willkommen, an meinem Arbeitsplatz. Ich bin Michael und sorge dafür, dass die Minimusikersongs so klingen, wie sie klingen. Hier im Studio entstehen die meisten Arrangements, werden Instrumente eingespielt wie Gitarren, Cajon, Bass, Trompete, Cello, Rassel, Shaker, wird alles bearbeitet, geschliffen und am Ende zusammengemischt. Wer schon mal in einem Tonstudio war, der kann sich in etwa vorstellen, wie das vor sich geht. Für alle anderen, eine kurze Erklärung: im Tonstudio wird mit Hilfe von Mikrofonen der Klang eines Instrumentes aufgenommen und auf dem Computer gespeichert. Das tolle heute ist, man muss nicht alle Instrumente gleichzeitig aufnehmen, die man später gleichzeitig hören will, sondern kann eines nach dem anderen aufnehmen. Zum Beispiel möchte man Gitarre und Gesang gleichzeitig hören, kann aber im Studio erst die Gitarre aufnehmen und der Sänger singt dann anschliessend während er die bereits aufgenommene Gitarre über den Kopfhörer hört. Sehr praktisch!

Unsere Philosophie Bei den ersten Aufnahmen kam schnell ein entscheidener Gedanke auf: wenn man schon Kindermusik arrangiert, dann doch am besten so, dass Kinder einen größtmöglichen Benefit haben. Für uns bedeutet das, die Kinder sollen die Chance bekommen, verschiedene Instrumente richtig kennen zu lernen und damit die Welt der Musik auch ein bisschen besser verstehen können. Das klingt vielleicht trivial, ist es aber gar nicht. Ob man nun bewusst oder unbewusst Musik hört, danach befragt kann sich jeder erinnern, dass es da „Gesang“ gibt und….“Musik“. Je nach Vorbildung hört der ein oder andere durchaus ein einzelnes Instrument heraus, aber für die meisten ist es sehr schwer auch nur irgendwas aus dem instrumentalen Klangallerlei zu identifizieren. Moderne Songs, mit nach allen Regeln der Kunst manipulierten Klangzitaten (Samples), synthetischen Schlagzeugsounds und Synthesizergewittern machen es nicht leichter Hier ist es sogar für Instrumentalisten eine Herausforderung, Instrumente herauszuhören. Das ist nun nicht weiter wild, im Gegenteil, es ist toll wie kreativ heutzutage Musik gemacht wird. Aber eine Hilfe, Instrumente kennenzulernen, ist diese teils ziemlich abstrakte Klangwelt nicht.

So klingen die Minimusiker! Daher haben wir uns entschlossen, die Dinge simpel zu halten, ohne auf einen modernen Sound zu verzichten. In der Konsequenz ist das Hauptinstrument immer eine Gitarre oder ein Klavier, wie Kinder es ggf schon aus der Kita oder dem Musikunterricht in der Grundschule kennen. Dazu gibt es eine praktisch immer gleich Rhythmusgruppe aus Cajon, Shaker und Tambourine, Bass sowie Klavier oder Gitarre auch in einer Nebenrolle, je nach Hauptinstrument. Dazu oft ein Glockenspiel, das die Melodie unterstützt und ab und zu „Gäste“ wie eine E-Gitarre, eine Trompete oder ein Cello. Jedes Instrument hat seine Rolle und Platz genug, das man es gut hören kann. Auf diese Weise fällt es leichter, die Instrumente als solche zu identifizieren. Und, wenn man nun zuhause oder im Unterricht einen solchen Song mit nur einer Gitarre zb nachspielt, erkennt man ihn gleich wieder.

Das Beispiel „2kleine Wölfe“ Wie das konkret klingt, das zeige ich hier am Beispiel des Songs „2 kleine Wölfe“. Der Strophenteil ist hier hintereinander kopiert, so das er sich immer wiederholt. Nach und nach wird ein Instrument nach dem anderen dazugeschaltet. Es beginnt mit dem Cajon (dunkelblaue Spur), dann kommt der Shaker dazu (hellblaue Spur), der Bass (grüne Spur), die akustische Gitarre (gelbe Spur), dann die E-Gitarre (orangene Spur) und letztlich das Glockenspiel mit der gepfiffenen Melodie. https://youtu.be/KdPYlz0RBxs

Last but not least kommt es natürlich darauf an, dass die Musik auch Spaß macht. Das uns die Musik Spaß macht, fällt uns auf jeden Fall nicht schwer, denn wir basteln sehr gerne an Musik. Wir hoffen aber natürlich, dass sie am Ende auch euch gefällt :-)

Euer Michael